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10 Jahre Qualitätswanderweg Goldsteig

27.06.2017

Man soll Feste feiern, wie sie fallen: Diesem Motto sind am gestrigen Donnerstag, den 22. Juni rund 130 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Tourismus gefolgt und haben bei hochsommerlichen Temperaturen an der Festveranstaltung zum zehnjährigen Goldsteig-Jubiläum teilgenommen. Eingeladen hat der Tourismusverband Ostbayern, der Festakt fand in der Schwarzachtalhalle in Neunburg vorm Wald statt. Unter den Ehrengästen waren Franz Josef Pschierer, Staatssekretär Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Franz Löffler, Landrat Landkreis Cham, Bezirkstagspräsident und Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern e.V., Thomas Ebeling, Landrat des Landkreises Schwandorf, und Martin Birner, Bürgermeister Stadt Neunburg vorm Wald. Begrüßt wurden die Ehrengäste durch Dr. Michael Braun, Vorstand Tourismusverband Ostbayern e.V.

Renaissance des Wanderns war die Geburtsstunde des Goldsteigs
„Warum gibt es den Goldsteig erst seit zehn Jahren?“, mit dieser Frage wandte sich Landrat Franz Löffler an die Anwesenden. Schließlich sei Wandern ein Thema, das Ostbayern schon seit Jahrzehnten bewegt. Heute unvorstellbar,  galt das Wandern in den 1980er und 1990er Jahren als ein Hobby für ältere Semester. Erst später und allmählich ändert sich das Image, das Wandern wurde auch bei jungen Menschen populärer.  „Dies war die Geburtsidee des Goldsteigs. Mit dem Produkt wollten wir eine Renaissance des Wanderns einleiten und neue Begeisterung entfachen“, so Löffler. Der heutige Wanderboom gibt den Initiatoren von damals recht, und auch mit Blick auf die touristische Wertschöpfung habe der Goldsteig die Region weitergebracht. Dies sei zum einem der ausgezeichneten Infrastruktur und der reizvollen Natur zu verdanken. Doch auch die digitale Aufbereitung aktueller Wanderinformationen sowie Erlebnisse am und neben dem Weg tragen zum Erfolg bei. Besonders erfreut zeigte sich Löffler über die grenzübergreifende Erweiterung des Goldsteigs nach Tschechien. Bis 2019, mit einem Pendant auf tschechischer Seite und zahlreichen Querverbindungen, wird das Wanderwegenetz auf 2000 Kilometer wachsen.

„Der Goldsteig ist mehr denn je eine große Gemeinschaftsleistung“
Anerkennend und lobend äußerte sich Staatssekretär Pschierer in seiner Ansprache über den Goldsteig: „Ich finde, der Goldsteig ist nicht nur der längste Qualitätswanderweg Deutschlands, sondern auch einer der schönsten.“ Die überragende Qualität sei mehr denn je eine große Gemeinschaftsleistung aller Akteure, betonte Pschierer. Geradezu vorbildlich sei die Zusammenarbeit zwischen dem Tourismusverband Ostbayern, den Landkreisen, Naturparken, Waldvereinen, Wegepaten und dem Nationalpark Bayerischer Wald. „Hier bei Ihnen in Ostbayern kann man sehen, was möglich ist, wenn man als Maßstab für Projekte nicht den Schatten des eigenen Kirchturms anlegt.“ Auch in Sachen Digitalisierung sei der Goldsteig hervorragend aufgestellt. Mit einem modernen Internetauftritt und intensivem Engagement in den Social Media sei man auf Augenhöhe mit  wanderbegeisterten jungen Menschen. Gleichzeitig können über diese Kanäle potentielle Gäste und Goldsteig-Wanderer vor Ort schneller, aktueller und umfassender informiert werden. „Wir müssen dem Wanderer von heute mehr Informationen bieten als dem Wanderer von gestern“, mahnte Pschierer.

700 Schilderpfosten, 20.000 Markierungskleber, 160.000 Kilometer mit dem Wandermobil
Zehn Jahre Goldsteig in Zahlen, das sind 700 Schilderpfosten, 20.000 Markierungskleber, 160.000 Kilometer mit dem Wandermobil. Gesetzt, geklebt und gefahren ist Michael Körner, der vielen als Mr Goldsteig bekannt ist und beim Tourismusverband Ostbayern als Wegemanager den Goldsteig von Anfang an betreut hat. In ihrem Vortrag hob Veronika Perschl, stellvertretender Vorstand Tourismusverband Ostbayern und für das Goldsteig-Marketing verantwortlich, den Verdienst Michael Körners am Erfolg des Goldsteigs hervor. Gleichzeitig dankte sie allen Partnern und Beteiligten für ihr Engagement: „Kein anderer Weg in Deutschland kann auf die Unterstützung von so vielen Partnern zählen.“  Perschl lud die Anwesenden auf eine kurzweilige Reise durch die Geschichte des Goldsteigs ein. Schon früh habe man beim Tourismusverband Ostbayern einen Nachholbedarf im Bereich Wandern festgestellt: „ Als dann im Jahr 2006 das Wirtschaftsministerium bei uns anrief und Fördermittel aus dem  Ertüchtigungsprogramm Ostbayern zur Verfügung standen, mussten wir das fertige Konzept für eine Wanderoffensive Ostbayern nur aus der Schublade ziehen“, erinnert sich Perschl.
Seitdem habe sich der Goldsteig zum überregionalen Leuchtturm, dem längsten Qualitätswanderweg Deutschlands und einem Top Trail of Germany entwickelt, er wurde mehrfach ausgezeichnet und findet regelmäßig Beachtung in der Presse.

65 Kilometer durch einzigartige Naturräume
Auf der Nationalpark-Route treffen zwei Besuchermagneten des Bayerischen Waldes zusammen: der Goldsteig und der Nationalpark Bayerischer Wald. Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationaparks Bayerischer Wald, lud die Anwesenden zu einer visuellen Goldsteig-Wanderung auf 65 Kilometern durch den Nationalpark Bayerischer Wald. Die Tour beginnt in Bayerischen Eisenstein und führt durch jahrhundertealte natürliche Waldstrukturen zu markanten Gipfeln, beweideten Schachten und einem der größten intakten Moorgebiete Bayerns bis nach Mauth.

In einer kleinen Gesprächsrunde kamen vier Akteure am Goldsteig zu Wort und berichteten aus erster Hand über ihre Erfahrungen. Sie alle waren sich einig: Es sind die Vielfalt in der Natur und die abwechslungsreichen Landschaften aus Bergen, Burgen, Flüssen und Wäldern, die den Goldsteig zu einem der schönsten Wanderwege Deutschlands machen.

Im Anschluss an die Festveranstaltung fand eine geführte Wanderung auf dem Goldsteig durch das Prackendorfer Moos statt in Begleitung des Gebietsbetreuers Markus Kurz statt.

 

Zum Goldsteig-Jubiläum findet am 01. Oktober 2017 der Oberpfälzer Seenland-Wandertag statt. In Bodenwöhr beginnt die dazugehörige literarische Führung mit Gästeführer Wolfgang Gruber und Autor Oskar Duschinger um 16 Uhr.

 
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