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Katholisches Pfarramt Bodenwöhr

St. Barbara Kirche Bodenwöhr

Pfarrer Johann Trescher

Kolpingstr. 2
92439 Bodenwöhr

Telefon (09434) 533

E-Mail E-Mail:
Homepage: www.pfarreiengemeinschaft-bodenwoehr-alten-und-neuenschwand.de/category/aktuelles/

Marienkirche in Bodenwöhr; OT Blechhammer

Zur Geschichte der Pfarrkirche St. Barbara und St. Laurentius

 

Bodenwöhr ist eine „junge“ Pfarrei. Im Jahre 1922 wurde die bisherige Expositur von der Mutterpfarrei Alten- und Neuenschwand abgetrennt und am 8. 8. 1923 wurde Alois Wild zum ersten Pfarrer von Bodenwöhr investiert. Als Pfarrkirche diente die 1875 erweiterte Bergkapelle. Sie war zu klein und in baulich schlechtem Zustand. Erst 1948 (Währungsreform von Reichsmark in Deutsche Mark) gelang es der unermüdlichen Tatkraft von Pfarrer Isidor Haustein, den langgehegten Wunsch nach einer neuen Kirche in die Tat umzusetzen. Die Pläne erstellte Regierungsbaumeister Hans Beckers, Regensburg. Im Heiligen Jahr 1950 war die feierliche Benediktion.

Die Kirche ist stilmäßig keine „moderne“ Kirche. Der Typ der romanischen Basilika ist bestimmend, innen wie außen. Als Baumaterial diente der einheimische Sandstein aus dem benachbarten Erzhäuser.

 

Die Innenausstattung der Pfarrkirche

Der Hochaltar beherrscht den Raum. Er bekommt durch die hohen Rundbogenöffnungen indirekt Licht. Der Gekreuzigte wird flankiert von der Pfarrpatronin, der hl. Barbara, und dem zweiten Patron, dem hl. Laurentius. Es ist dies ein Werk von Hans Muth, Regensburg. Über dem Hochaltar schuf Kunstmaler Högner aus Landshut eine „Anbetung der Heiligsten Dreifaltigkeit“. Die heiligen Namenspatrone von Pfarrer, Kirchenverwaltungsmitglieder und hilfreichen Frauen wurden hier im Bilde festgehalten.

Der Kanzel mit den vier Evangelisten in Reliefmanier steht die Patrona Bavariä gegenüber. Das bayerische Volk hat die Verehrung Mariens immer hochgehalten.

Die beiderseitigen Längswände des Hauptschiffes schmücken lebensgroße Heiligenfiguren von Mauermann, Weiden:

Linke Seite                                               Rechte Seite

1.            hl. Apostel Petrus                       1.             hl. Apostel Paulus

2.            hl. Bonifatius                              2.             hl. Papst Pius X.

3.            hl. Albertus Magnus                    3.             hl. Wolfgang

4.            hl. Elisabeth von Thüringen          4.             hl. Hedwig

5.            hl. Judas Thaddäus                     5.             hl. Bruder Konrad von Parzham

 

Auf den Seitenaltären sehen Sie eine Herz-Jesu-Statue und gegenüber den hl. Josef in Zimmermannskleidung.

 

Die rückwärtige Fassade wird von einer prächtigen Rosette durchbrochen. Darunter die mächtige Orgel mit 19 Registern. Ein Werk von Weise, Plattling.

Die etwas tiefer liegende Taufkapelle wurde mit bunten, kleinen Fenstern ausgestattet. Die zweite kleine Nebenkapelle dient als Gedenkstätte für die Verstorbenen und Vermissten der Kriege der Jahrhunderte und birgt eine Statue der Schmerzhaften Muttergottes.

Die Kreuzwegbilder beiderseits der Kirchenschiffe schuf der Maler Schöppl aus Regensburg

 

Turm und Glocken

 

Der Kirchturm mit der weitausladenden Zwiebel ist 38 Meter hoch. Wir haben 4 Glocken mit den Tönen es‘, f‘, as und b‘. Sie sind somit nach dem Parsifal-Motiv abgestimmt. Die große Glocke mit der Inschrift „Christus, der König“ wiegt 22 Zentner, die zweite mit der Inschrift „Zu Ehren der Muttergottes von Fatima“ wiegt 14 Zentner, die dritte mit der Inschrift „Sancta Barbara, ora pro nobis“ wiegt acht Zentner und die kleinste wiegt sechs Zentner und hat als Inschrift:  "Hl. Laurentius, bitte für uns".

Die Kirche ist innen 44 Meter lang und 18 Meter breit und hat 500 Sitzplätze.

 

Die Pfarrgemeinde

 

Die Pfarrei umfasst die Orte Bodenwöhr und Blechhammer.  In Blechhammer wurde 1957/58 eine moderne Kirche zu Ehren der Muttergottes erbaut. Sie steht in der Forststraße am Rande des Waldes Auf dem Wege dorthin sehen Sie links von der Straße in der ,,Weihersiedlung“ eine dritte Kirche mit kleinem Zwiebelturm. Dies ist die Auferstehungskirche der evangelischen Kirchengemeinde.

 

Aus „Der kleine Kirchenführer Pfarrkirche Bodenwöhr“ von Pfarrer Josef Groß

 

 

 

Die Marienkirche in Blechhammer (Maria Königin):

Der Ortsteil Bodenwöhr-Nord war durch den Zustrom von Heimatvertriebenen dem Sudetenland und Schlesier bedeutend gewachsen. Die “ Taucherpelle“ war zu klein geworden. Darum dachte man zu Anfang der fünfziger Jahre an einen Neubau in der Forststraße. Pfr. Hausteins zweiter Kirchenbau innerhalb eines Jahrzehnts! Architekt Hans Beckers aus Regensburg hatte sein Konzept vom basiliken Stil zum mehr zentrierten Kirchenraum weiterentwickelt. mehr zentriertem Kirchenraum weiterentwickelt. Der Altar sollte mehr in die Mitte gerückt werden.

Die Grundsteinlegung war am Sonntagden 8. September 1957 (Mariä Geburt).

Die feierliche Konsekration erfolgte am31. Mai 1958 durch Weihbischof Josef Hiltl.

 

Das große Altarbild (von Erich Schickling, Ottobeuren)

Es nimmt Bezug auf die Verheißung des messianischen Friedensreiches bei Jesaja 11, 1 -16, „Aus dem Baumstumpf Iasia (=Jesse) wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb bricht hervor aus seinen Wurzeln...“ Vgl. auch das Weihnachtslied „Es ist ein Ros entsprungen  .... aus Jesse kam die Art (GL Nr. 132).

Diese Bild enthält die tiefste Aussage der Bibel, dass nämlich in Jesus Gott Mensch wurde = Inkarnation: Und das Wort ist Fleisch geworden. Dreimal am Tag werden wir durch die Angelusglocke daran erinnert.

 

Rechts oben: Die Friedenstaube

Krone:          Maria ist Königin des Himmels

Maria sitzend auf dem Königsthron. Auf ihrem Schoß das Königskind, der Sohn Gottes, der im Kreuz die Welt erlösen wird.

Darunter der Bezug auf den Schößling aus Jesse, d.h. aus dem Geschlechte Davids.

Aus dem „toten“ Baumstumpf Jesse wächst mächtig der neue Trieb hinauf. Ein Zweig wird zum Sitz des Kindes im Kreuz, der andere entfaltet sich zu einer großen Rose.

Das monumentale Altarbild lenkt den Blick des Betrachters nach oben. Die Farbgebung ist gedeckt und ruhig. Die Aussage ist in allem voller Verheißung und Hoffnung auf das messianische Reich des Friedens und der lebensspendenden Fülle der Erlösung in Jesus Christus. Kurzum kann auch hier gelten: „Durch Maria zu Jesus. Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib! Amen.“

 

 

Beschreibung des Dreifaltigkeitsfensters:

In der Mitte von oben nach unten: IHS – goldene Krone – Lamm mit Siegesfahne

 

Linke Seite:                                                     

Lauretanische Fassung von 1951              IHS Jesus Monogramm

Große - Taube Heiliger Geist                                                                                  

Trinität – dreiblättrige Pflanze                                                                                

Maria, Mutter des Erlösers – Musche Perle                                                                 

Du reine Mutter – Weidenzweig                                                                               

Du wunderbare Mutter - Tulpe 

                                                                                                                    

Mitte:

IHS Jesus Monogramm

Sitz der Weisheit siebenarmiger Leuchter

Gefäß der Andacht - Monstranz

 

Rechte Seite:

Maria - du goldenes Haus

Du elfenbeinerner Turm

Du starker Turm Davids

Geheimnisvolle Rose

Geistliches Gefäß - Rauchfass

 

Das Lamm mit Siegesfahne, auf dem Buch mit sieben Siegeln stehend. 12 Tauben umgeben das Osterlamm: Sie stellen in der frühchristlichen Kunst die erlösten Seelen dar. Außerdem 12 Apostel und 12 Stämme Israels.

 

Das große rote Dreieck bedeutet die Dreifaltigkeit: Anrufung von Vater, Sohn und hl. Geist

mit der Bitte: Erbarme Dich unser = MISERERE NOBIS

 

Das Jesusmonogramm: IHS = griechisch Jesus oder auch Jesus, Heiland, Seligmacher.

 

Beschreibung des Marienfensters (Maria Königin):

 

Linke Seite:                                                       

Titel für Maria aus der lauretanischen Litanei                                                    

Arche des Bundes Noah                                                                                   

Pforte des Himmels – goldene Pforte                                                               

Morgenstern                                                                                                  

Heil der Kranken - Brunnen                                                                              

Zuflucht der Sünder – Schlange und Kreuz                                                         

 

Mitte:               

Königin des Engels Gabriel                                                    

Hilfe der Christen Kreuz mit Strahlen

 

Rechte Seite:

Monogramm für Maria

Königin des Friedens - Taube

Königin der Jungfrauen - Lilie

Königin der Märtyrer - Kreuz und Blutschwert

Königin der Propheten - Harfe Davids

Königin der Patriarchen - Palmzweig

 

ORA PRONOBIS = Bitte für uns (Anrufung bei Heiligen als unsere Fürbitter bei Gott)

In der Mitte oben: Krone – Königin zu Beginn der Anrufungen

Rosenkranz mit 50 Perlen und fünfmal für die Vater unser (rote Perlen)

Rot von oben und unten einstrahlend: Feuer des hl. Geistes. Maria war ja Mitte der Pfingstgemeinde!

Weiß zur Mitte hin: Gottes Herrlichkeit vgl. Tabor, Sinai.

 

Quelle: Kath. Pfarramt Bodenwöhr, Juni 1998; Text: Josef Gross; Beschreibung der beiden Fenster und des Altarbildes von Erich Schickling 1958

 

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