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Geschichte hautnah!


 

Hammersee_Herbst

 

Die Gemeinde Bodenwöhr setzt sich aus insgesamt 14 Ortsteile zusammen, die alle eine ganz eigene Geschichte erzählen. Diese sind neben Bodenwöhr selbst Altenschwand, Taxöldern, Neuenschwand, Blechhammer, Höcherhof, Buch, Pingarten, Turesbach, Windmais, Warmersdorf, Erzhäuser, Kipfenberg, Mappenberg und Pechmühle.


 

Bodenwöhr

Schon 1123 – so sagt es die älteste bekannte Urkunde – hat hier Herr Poto seine Mühle mit Wehr (Bodenwöhr) betrieben. Erzfunde im Umland begünstigten den Bau eines Eisenhammers. 1693 entsteht der erste Schmelzofen und bereits Ende des 19. Jahrhunderts zählt das Hüttenwerk Bodenwöhr zu den bedeutendsten im deutschen Reich. Bis 1971 werden Klassiker wie emaillierte Gusseisenbadewannen und Ölöfen produziert. Heute dient der acht Kilometer lange Hammersee der Freizeit und Erholung. Zahlreiche ansehnlich sanierte Gebäude aus der Hütterer-Zeit und viele Einrichtungen erinnern noch an die industrielle Vergangenheit Bodenwöhrs.

 


 

Blechhammer

1760 errichtete das kurfürstliche Berg- und Hüttenamt Bodenwöhr den Damm für den Warbrucker Weiher und ein Blechhammer-Werk samt einer Weißblechfabrik. Nach kaum zehnjährigem Betrieb kam der Blechhammer wegen Holz- und Wassermangels teilweise zum Erliegen und 1794 wurde die Arbeit wegen zu starker ausländischer Konkurrenz eingestellt.

 

Enorme Bedeutung erlangte Blechhammer 1861 mit dem Bau der „Ostbahn von Nürnberg nach Furth im Wald“ und der Bahnstation „Bodenwöhrer Nord“.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte Blechhammer einen Bevölkerungsanstieg aufgrund der Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland und aus Schlesien.

 


 

Altenschwand und Warmersdorf

Altenschwand ist, wie die Endung des Ortsnamens verrät, ein Rodungsort und dürfte etwas älter als Neuenschwand sein. Im Gegensatz zu Neuenschwand ging in Altenschwand die Kolonisation nicht von kirchlichem, sondern von weltlichem Grundbesitz aus. Laut Urkunde aus dem Jahre 1210 hat Marktgarf Ludwig von Otten Zenger von Schwarzeneck erlaubt, im Dorf „Schwant“ eine Festung namens „Zangeckh“ zu bauen. Das „Schloß“ soll sich nördlich von Dorf befunden haben.

Heute gehören zu Altenschwand mittelständische Betriebe aber auch neue Wohngebiete wie das Baugebiet Frauenäcker. Jenseits der B85 geht es nach Warmersdorf. Der idylische kleine Ort ist vor allem für seine Wallfahrtskapelle bekannt, die dem Heiligen Koloman geweiht ist.

 


 

Neuenschwand

Die Ortschaft dürfte im 9. Jahrhundert  entstanden sein. „Schwand“ findet man erstmals erwähnt um das Jahr 1010 in einer Urkunde des Reichsstiftes Emmeram in Regensburg. Das Kloster St. Emmeram erhielt Zehent und Zins vom Dorf „suuant“ (=Schwand, abgeleitet von „schwenden“, d.h. mit Feuer roden). Die Unterscheidung Alten- und Neuenschwand taucht erstmals in der Mitte des 15. Jahrhunderts auf. Neuenschwand war bis 1921 Sitz der politischen Gemeinde, zu der auch der Ort Bodenwöhr gehörte.

1921 ging die Bezeichnung „Gemeinde Neuenschwand“ in „Gemeinde Bodenwöhr“ über, aber deshalb haben die „Schwandner“ weder ihr Selbstbewusstsein noch ihren Charme verloren. Reges Vereinsleben und eine starke Dorfgemeinschaft kennzeichnen den westlichen Gemeindeteil von Bodenwöhr an der B 85.

 


 

Taxöldern

Taxöldern bezieht seinen Namen von einer Siedlung bei den Dachshöhlen. Schon 1147 wurde ein Popo de Dasholren als Zeuge bei der Übergabe eines Gutes an das Kloster Prüfening genannt. 1476 verlieh Pfalzgraf Otto die Veste seinem Jägermeister. Am Fuße des Hirschberges, einer Erhebung des Pfahl, erbaute 1543 Pfalzgraf Friedrich sein Jagdschloss. Die Anhöhe bietet eine reizvolle Fernsicht in das Regental, in den Oberpfälzer und in den Bayerischen Wald. Aus der herrschaftlichen Zeit ist nur die Schlosskapelle mit dem gedrungenen viereckigen Turm und der Zwiebelkuppe erhalten.

 


 

Windmais

Die Ortschaft Erzhäuser verdankt ihre Entstehung dem Erzabbau. Bis 1860 wurde der Bergbau auf Eisenerz lebhaft betrieben, was schon 1700 zur Entstehung einer Betriebssiedlung führte.

 


 

Buch

Der Ortsname Buch leitet sich von „Siedlung am Buchenwald“ ab. 1363 wurde das Dorf „Pueche“ an das Kloster Reichenbach verkauft. Die Anlage eines kleinen Erzbergwerkes war der Grund zur Errichtung dieses Ortes. Das in der Bucher und Windmaiser Gegend geschürfte Erz fand im Hüttenwerk Bodenwöhr Verwendung.  Um 1870 wurde der Bergbau um Erzhäuser eingestellt.

 


 

Pechmühle

In Pechmühle stand einst die Gemeindemühle für die Bewohner von Windmais. In der Mühle wurde Pech verarbeitet. Es handelte sich wohl um Material, das aus Pechkohle gewonnen wurde. Durch die Köhlerei und die starke Bauholzentnahme ging um 1816 das „Pecheln“ völlig ein.

 


 

Erzhäuser

Die Gemeinde Erzhäuser wurde mit ihren Ortsteilen 1978 der Gemeinde Bodenwöhr angegliedert. Heute zählen der rührige Sportverein Erzäuser/Windmais und das Museum der Schlepper- und Motorenfreunde Windmais zu den Aushängeschildern der ehemaligen Gemeinde.

 


 

Pingarten

Zur damaligen Gemeinde Taxöldern gehörte der Ortsteil Pingarten, der 1166 erstmals erwähnt wird. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde in Pingarten Erz abgebaut. Die gesamte Gemeinde Taxöldern hat sich bereits 1972 der Gemeinde Bodenwöhr angeschlossen.

 


 

Veranstaltungen
 
 
 
Kontakt
 

Gemeinde Bodenwöhr

Schwandorfer Str. 20

92439 Bodenwöhr

Tel: 09434/94020

Fax: 09434/940220

 

Öffnungszeiten

Montag - Freitag:

08:00 - 12:00 Uhr

Montag:

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